Datum: 14. Juni 2026 11:00
Location: Rathausinnenhof, Syndikatgasse 4, Münster
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Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof – Sonntag

Sonntag, 14. Juni 2026, 11.00 bis 18.00 Uhr
Familienprogramm von 11.00 bis 15.00 Uhr

11.00 Uhr
Burkina Azza aus Burkina Faso
Burkina Azza bedeutet in der Sprache Bobo „Griot aus Burkina“. Die fünf Brüder stammen aus dem Nordwesten Burkinas und leben heute in Ouagadougou. Sie möchten ihre Traditionen und ihre Geschichte weitergeben und gleichzeitig Einflüsse der modernen afrikanischen Musik aufnehmen. Obwohl sie seit Generationen Balafonisten sind, verwenden sie auch andere Perkussion- und Saiteninstrumente. Gesänge und Chöre spielen in ihrer Musik, die manchmal an Trance grenzt, eine große Rolle. Die abwechslungsreiche Show nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise von den Straßen Ouagadougous bis in die entlegensten Dörfer Burkina Fasos. Das Publikum ist immer wieder überrascht von dieser Fülle afrikanischer Klänge sowie den Kostümen, die Augen und Ohren gleichermaßen erfreuen.

12.00 Uhr
„Der Rabe, der mich liebte“
Lesung und Gespräch mit Abdelaziz Baraka Sakin aus dem Sudan
veranstaltet von Afrikanische Perspektiven e.V.
Forum der Volkshochschule, Aegidiistraße 70, 48143 Münster
Weitere Infos siehe weiter unten —> Afrikanische Perspektiven

13.00 Uhr
Kinder-Geschichtenerzähler „Unter dem Palaverbaum“ mit Ibrahima „Ibo“ Ndiaye – im Senegal geboren, in Deutschland beinahe erfroren!
Der mehrfach preisgekrönte Geschichtenerzähler versteht es, sein Publikum mit einer Mischung aus traditionellen Märchen seiner Großmutter und selbstersonnenen Geschichten, Witz, Musik, Gesang und schwarzen Weisheiten zu begeistern. Sein interaktives Repertoire ist sehr stark geprägt von der senegalesischen Tradition des Geschichtenerzählens. Im Vordergrund steht dabei die Einbindung der Zuhörerinnen und Zuhörer durch Elemente des Improvisationstheaters.

13.45 Uhr
Adesa aus Ghana
Odessa ist ein ghanaisches Ensemble aus Deutschland, das sich auf Musikprogramme für Kinder und Familien spezialisiert hat. Sie verbinden mystische Geschichten mit fesselnden Rhythmen und melodiösen Liedern, die einen faszinierenden Kontrast zum Auftritt des Ensembles mit atemberaubender Akrobatik bilden. Indem sie mit populären ghanaischen Musikstilen experimentieren, haben sie eine Reihe von Programmen entwickelt, die den Kindern die Ohren und Augen für die Welt der Mythen, Legenden und Märchen öffnen und viele Facetten der westafrikanischen Kultur zeigen.

15.00 Uhr
Meïmouna und Jones aus Deutschland/Senegal
Meïmouna ist eine deutsch-senegalesische Sängerin, die in Münster lebt. Ihr Sound bewegt sich zwischen Soul, Reggae und rockigen Einflüssen und bleibt dabei immer leicht und nahbar. Gemeinsam mit Jones entstehen soulful Vibes, eingängige Melodien und persönliche Songs.

Seit über 17 Jahren schreibt sie ihre Musik am Klavier, das sie auch gerne mit auf die Bühne bringt. Viele ihrer Songs beginnen oft genau dort und jeder Auftritt ist ein bisschen anders, spontan, nah und im Austausch mit dem Publikum.

16.00 Uhr
Jeannot Akono & Friends aus Kamerun/Deutschland
Man bediene sich der Vielfalt mehrerer Kulturen, verschiedener musikalischer Hintergründe und einer gemeinsamen Leidenschaft und heraus kommt eine Truppe, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnte, die jedoch eines vereint: Die Freude am gemeinsamen Musizieren. Jeannot Akono & Friends ist eine sechsköpfige Formation rund um den gebürtigen Kameruner und Frontmann. Stilistisch bedient die Band bisweilen ein breites Spektrum: Von Ausflügen in den Blues, über Reggae bis hin zu getragenen Balladen und Afrobeat, findet man sich zumeist in der für sie charakteristischen, energetisch geladenen afrikanischen Folklore wieder.

17.00 Uhr
Festival-Abschluss mit Kareyce Fotso aus Kamerun
Sie präsentiert ihr neues Album „Gwà: La Voix des Femmes“

Der Gwà, dieser Frauenkreis, von dem mir meine Mutter erzählt hat, hat mich tief geprägt. Dieses althergebrachte Ritual, bei dem sich Frauen versammelten, um Missbrauch anzuprangern, gemeinsam zu weinen, sich gegenseitig zu unterstützen und vor allem, sich Gehör zu verschaffen. Ein Gwà ist ein Ort der Wahrheit. Und in einer Welt, die Frauen noch immer zu wenig Gehör schenkt, wollte ich ihm seinen rechtmäßigen Platz zurückgeben.

Mein Album „Gwà: La Voix des Femmes“ dient als Sammelbecken. Ein Raum, in dem der Schmerz eine Sprache findet, in dem das gebrochene Schweigen zum Gesang wird und in dem das weibliche Gedächtnis von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Meine Absicht mit diesem Album ist nicht nur musikalischer Natur: Sie ist ebenso zutiefst politisch, intim und spirituell. Ich wollte diesen unsichtbaren Frauen, diesen stillen Kämpferinnen, die im Schatten der Traditionen und manchmal sogar inmitten von Gewalt ihre eigenen Räume des Sprechens, der Heilung und des Widerstands geschaffen haben.

Jeder Song dieses Albums entstand aus einem realen Erfahrungsbericht. Von Frauen von gestern und heute. Einige leben in Kamerun, andere anderswo, aber alle teilen gemeinsame Wunden: Zwangsheirat, häusliche Gewalt, auferlegtes Schweigen, zerbrochene Träume…

Ich bin fest davon überzeugt, dass Musik ein Instrument für soziale Gerechtigkeit sein kann. Dass sie erziehen, wecken und befreien kann. Mit Gwà biete ich nicht nur ein Album an, sondern einen Aufruf. Einen Aufruf zum Zuhören, zur Erinnerung, zur Solidarität.

 

Infostände verschiedener Vereine

 

Das Anmeldeformular mit weiteren Informationen für die Händler finden Sie hier:

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HIER geht es zum Programm am Samstag, Afrikanischer Markt im Rathausinnenhof