Datum: 08. Juni 2026 18:00
Location: Foyer der Deutschen Rentenversicherung (DRV), Gartenstraße 194, 48147 Münster

Ausstellung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“ – 8. Juni bis 31. Juli 2026

8. Juni – 31. Juli 2026 (jeweils Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-18, Fr 8-13 Uhr)
Ausstellung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“

Über 20 Werke von zeitgenössischen tansanischen Maler:innen werden im Rahmen des Afrika Festivals Münster ausgestellt. „Der Malerei Tansanias fehlt es international an Aufmerksamkeit, nicht jedoch an Reife. Das zeigt nicht zuletzt die Beteiligung von drei tansanischen Meister:innen – Happy Robert, Haji Chilonga und Lute Mwakisopile – an der 60. Kunstbiennale in Venedig 2024, auf der Tansania erstmals vertreten war. Mit ihren Werken verschaffen die Künstler:innen den Besucher:innen einen Einblick in die ungeheure Vielfalt tansanischer Kulturen.

Veranstaltungsort:
Foyer der Deutschen Rentenversicherung (DRV), Gartenstraße 194, 48147 Münster
Mit dem Bus ab HBF: Linie 17 Richtung Coerde, Haltestelle „Deutsche Rentenversicherung“

Eintritt frei!

 

Eröffnung und Vernissage

Montag, 8. Juni 2026, 18.00 Uhr
Eröffnung des 26. Afrika Festivals Münster 2026
Vernissage – Ausstellung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“
• Begrüßung durch Seidou Karidio, Vorsitzender der Afrika Kooperative e.V.
• Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, Münster
• Angela Stähler, Bürgermeisterin der Stadt Münster
• Natalia Vaas, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Münster

 

Saxophonist Greg Oji
Der Saxophonist und Galamusiker Gregor Stennecken, vielen auch als Greg Oji bekannt, interpretiert zur Ausstellungseröffnung, inspiriert von afrikanischen Klangwelten, unter anderem Musik des südafrikanischen Musikers Abdullah Ibrahim (früher Dollar Brand) – zu dessen Werk ihn seit einem prägenden Konzerterlebnis in seiner Kindheit eine besondere Verbindung begleitet.

 

„Wie naiv?!“ – Einführungsvortrag von Fritz Gleiß (tanzaniart.de)
zur modernen Malerei Tansanias mit besonderem Blick auf die ökonomische Bedeutung der Kulturindustrie und Möglichkeiten, sie zu unterstützen.

Der Referent Fritz Gleiß verschafft den Gästen einen Einblick in die ungeheure Vielfalt tansanischer Kulturen. „Das verstehe ich auch als Beitrag zur Dekolonisierung des Denkens. Viele Werke brechen mit der gängigen Perzeption „afrikanischer“ Kunst als „naiv“. Besonders die Malerei Tansanias, der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, leidet unter dieser Klassifizierung bis heute, wird doch die Wahrnehmung der dortigen Kunst fast ausschließlich von der naiven Designkunst Edward Tingatingas geprägt, eines vor über 50 Jahren verstorbenen Malers“, so der Politologe.

Fritz Gleiß ist seit 1982 journalistisch in Tansania unterwegs und betreibt zusammen mit dem tansanischen Filmemacher David Kyungu das Projekt tanzaniart.de, das tansanische Künstler:innen fördert. Kuratiert und organisiert von diesem Projekt tourt seit 2024 die Wanderausstellung durch Deutschland, für die Münster die 10. Station ist.

 

WüstenWorte – Poetische Dialoge zwischen Nordafrika und Europa
mit Alhousseini Anivolla und Sandra van Edig

Der poetisch-musikalische Dialog verbindet berberische amarg-Poesie aus dem Sahara-Raum mit Dichtung deutschsprachiger Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Es macht literarische Traditionen erfahrbar, die in ihren Herkunftsräumen hohes kulturelles Gewicht besitzen, bei uns jedoch oft übersehen werden. So trifft die klangvolle Poesie der Tuareg auf die feinsinnigen Stimmen von Dichterinnen wie Annette von Droste-Hülshoff oder Adele Schopenhauer – Frauen, deren Werke lange im Schatten männlicher Zeitgenossen standen. In einer interdisziplinären Inszenierung verweben sich Rezitation, Musik und visuelle Kunst zu einem neuen Klang- und Bildraum. Historische Quellen und zeitgenössische Interpretationen treten in Resonanz, machen Emotion, Erinnerung und kulturelle Verflechtung sinnlich erlebbar.

 

Afrikanischer Gospelchor Njabulo: Klang, Rhythmus, Gemeinschaft

Wenn der Afrika-Gospelchor Njabulo singt, wird Musik spürbar: in kraftvollen Stimmen, pulsierenden Rhythmen und einer Lebensfreude, die sich unmittelbar auf das Publikum überträgt. Die Lieder erzählen von Hoffnung, Glauben und Gemeinschaft – und laden dazu ein, sich von der Energie afrikanischer Gospelmusik tragen zu lassen.

Geleitet wird der Chor von Max-Ole Tammen, Gründer und künstlerischer Kopf der Initiative Afrikagospel. Seine enge Verbindung zur südafrikanischen Chormusik und seine Leidenschaft für kulturelle Begegnungen prägen Klang und Ausdruck des Ensembles. In Workshops, Projekten und internationalen Partnerschaften entsteht so eine lebendige musikalische Brücke zwischen Menschen und Kontinenten.

Das Repertoire verbindet traditionelle südafrikanische Gospels mit modernen Arrangements, Bewegung und Percussion. Dabei geht es um weit mehr als um ein Konzert: Es ist ein gemeinsames Erleben von Musik, das berührt, mitreißt und lange nachklingt. Mit großer Bühnenpräsenz und authentischer Ausstrahlung schafft der Afrika-Gospelchor Njabulo eine Atmosphäre, die verbindet – und die Herzen öffnet.

 

Im Anschluss Fingerfood und Getränke.